DiakoMigra

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Was wir machen

Wir organisieren Begegnung

Für wen sind Sie da?

Zu uns kommen Menschen, die einen Migrationshintergrund haben. Das können Asylsuchende aus Syrien sein, Roma aus Bulgarien, die EU-Bürger sind oder Menschen, die als Gastarbeiter kamen und schon seit 40 Jahren im Kreis Pinneberg leben. Als Ausländer haben sie besondere rechtliche und soziale Probleme.
Wir beraten auch Angehörige, Nachbarn, Arbeitgeber. So gesehen sind wir für alle Menschen im Kreis Pinneberg da.

Sie haben sich Integration auf die Fahne geschrieben…

Ja. Wir verstehen Integration als wechselseitigen Prozess, bei dem etwas Neues entsteht – auf allen Seiten. Von Menschen, die herkommen, können wir erwarten, dass sie sich auf die deutsche Gesellschaft einlassen. Niemand muss in den Schützenverein eintreten, aber alle müssen zur Schule gehen, die Grundrechte achten. Wir wollen, dass aus Zuwanderern Bürger (und irgendwann womöglich Bürgermeister) werden. Das können sie nur, wenn sie Deutsch lernen, Arbeit suchen und Gesetze, Regeln und Verhaltensweisen akzeptieren. Auf dieser Basis müssen alle Beteiligten die Regeln finden.

Was tun Sie für die Integration?

Wir haben ein vielfältiges Programm. Begegnung ist wichtig. Ohne Offenheit, die Bereitschaft zum Kennenlernen der anderen kann keine tolerante Gesellschaft entstehen. Die Ansässigen müssen wahrnehmen, dass die Zeiten sich ändern. Dann haben sie die Chance, den Wandel zu gestalten.

Viele Menschen fürchten Parallelgesellschaften…

Viele neu Zugewanderte verbleiben vorwiegend in ihren Communities, auch die Tunesier und Portugiesen in Pinneberg. Das ist noch keine Parallelgesellschaft, sondern das Bedürfnis nach Anerkennung und Heimatgefühl. Das bekommen sie nur in ihren Communities. Wie andere zum Beispiel im Kleingartenverein oder durch die Mitgliedschaft bei der freiwilligen Feuerwehr.
Bedenklich wird es aber, wenn eigene Rechtssysteme das staatliche Recht unterlaufen oder in so genannten Sweat-Shops ausländische Unternehmer ihre Landsleute ausbeuten. Da endet Toleranz. Wir sehen auch, dass Menschen abgehängt werden, weil sie arm sind. Das betrifft Einheimische und Migranten. Die Politik muss  diese Menschen integrieren.

Immer wieder hört man: Die Ausländer kriegen alles…

Wir können uns auch Förderkurse und Beratungen vorstellen, an denen Einheimische und Zugereiste gemeinsam teilnehmen können. Das würde Neid-Debatten verhindern. Aber unser Hilfesystem wird aus verschiedenen Töpfen finanziert. Wir haben außerdem mehrere regionale Zuständigkeiten. Die Folge ist: Wir arbeiten so auf Zielgruppen orientiert, dass wir oft Integration in ihrer Ganzheit nicht mehr fördern können.
Die Kostenträger müssten über den Tellerrand schauen. Dann können wir den ganzheitlichen Ansatz verwirklichen, wie es unserem  diakonischen Auftrag entspricht.

Unser Leitbild finden Sie hier

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Katharina-von-Bora-Haus
Bahnhofstraße 18-22
25421 Pinneberg

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